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Tierische oder pflanzliche Lebensmittel? PDF Drucken E-Mail

• Der "ökologische Rucksack", der bei der Erzeugung von Lebensmitteln in der Landwirtschaft entsteht, füllt sich vor allem durch den Energieverbrauch und den damit verbundenen Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen.

• Die Produktion tierischer Lebensmittel verbraucht wesentlich mehr Energie als die Produktionpflanzlicher Lebensmittel - neben dem Methanausstoß z. B. durch Rinder.

• Die Viehhaltung ist für 18 % der globalen Treibhausgase verantwortlich; daher ist der "ökologische Rucksack" bei der Produktion tierischer Lebensmittel größer als in der Pflanzenproduktion.

Treibhausgas-Emissionen bei tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln (konventionelle Erzeugung, Anbau + Verarbeitung + Handel, Deutschland)

                                           Tierische Lebensmittel                                Pflanzliche Lebensmittel

   C02-Äquivalente (g/kg Lebensmittel)    C02-Äquivalente (g/kg Lebensmittel)
 

Käse

 

8.350

 

Tofu*

 

1.210

 

Rohwurst

 

8.100

 

Teigwaren

 

930

 

Sahne

 

7.700

Mischbrot

 

820

 
 

Rindfleisch**

 

6.450

 

Brot

 

780

 

Eier

 

1.950

Weißbrot/Brötchen

 
 

700

Quark/Frischkäse

 
 

1.950

 

Obst

 

460

 

Schweinefleisch**

 

1.900

Tomaten

 
 

330

Geflügelfleisch**

 
 

1.250

 

Kartoffeln

 

240

 

Jogurt

 

1.240

Gemüse

 
 

150

 

Milch

 

950

   

 

*) Fallstudie konventioneller Tofu (Bio-Tofu, Fa. Taifun, mit regenerativer Energie: 760)

**) nur Tierhaltung

Grund für den höheren Treibhausgas-Ausstoß bei tierischen Produkten: Die pflanzlichen Futtermittel werden bei der Umwandlung in tierische Produkte nur ineffektiv genutzt. Durch diese sog. "Veredelungsverluste" gehen 65 bis 90 % der Futter-Energie verloren.

• Der Aufwand an fossilen Energieträgern bei der Produktion der Futterpflanzen wird dadurch für tierische Lebensmittel vervielfacht - und es werden entsprechend mehr Treibhausgase ausgestoßen.

• Wiederkäuer (Rinder, Schafe und Ziegen) produzieren zusätzlich selbst Klimagase, beispielsweise Methan aus den Mägen der Rinder. Die Haltung von Wiederkäuern bietet allerdings die Möglichkeit, Grünland-Flächen zur Produktion von Milch und Fleisch zu nutzen, die sonst landwirtschaftlich nicht nutzbar wären.

+ Fazit:

Ein Ernährungsstil, der mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel einbezieht, ist der wirkungsvollste Beitrag zum Klimaschutz im Ernährungsbereich.

Zusatznutzen einer klimaschonenden Ernährung für mehr Nachhaltigkeit

• Viele pflanzliche Lebensmittel bieten gesundheitliche Vorteile:

komplexe Kohlenhydrate (+), sekundäre Pflanzenstoffe (+), Ballaststoffe (+), Fettgehalt (-), gesättigte Fettsäuren (-)

• Prävention verschiedener ernährungsabhängiger Krankheiten.

 

Fachliche Konzeption:

• Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie, München, Dr. Karl von Koerber und Jürgen Kretschmer, www.bfeoe.de

• Technische Universität München, Wirtschaftslehre des Landbaues, Prof. Dr. Alois Heißenhuber, Fach Nachhaltige Ernährung (in Planung), www.wzw.tum.de/wdl

 

 
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