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Konventionell oder biologisch erzeugte Lebensmittel ? PDF Drucken E-Mail

Biologischer Pflanzenbau benötigt im Vergleich zum konventionellen Pflanzenbau pro Hektar deutlich weniger Energie und stößt pro Hektar entsprechend weniger an Treibhausgasen aus. Hauptgrund ist der Ausschluss sehr energieaufwändiger mineralischer Stickstoffdünger.

• Da der biologische Landbau geringere Erträge erzielt (10 - 50 % unter konventionellem Niveau) ist es sinnvoll, die Einsparungen auf die gleiche produzierte Menge zu beziehen. Dabei benötigt der biologische Pflanzenbau nur gut die Hälfte an Energie - und produziert auch nur etwa halb soviel klimaschädliche Treibhausgase wie der konventionelle Pflanzenbau.

• Die biologische Tierhaltung verbraucht ebenfalls weniger Energie. Bezüglich der Treibhausgase ist die Datenlage noch unzureichend.

Energieeinsatz pro Hektar im konventionellen und biologischen Landbau

Konventioneller Landbau (Gesamt: 19,4 GJ/ha)

Biologischer Landbau (Gesamt: 6,8 GJ/ha)

Energieeinsatz und Treibhausgas-Emissionen bei konventionellen und biologischen Lebensmitteln

                                       Energie (MJ/kg LM)                  C02-Äquiv. (g/kg LM)

                                       Konv.LM   Biolog.LM        Konv. LM      Biolog. LM

Weizen                               2,4             1,5                          310                 190

Roggen                                2,6             1,8                          330                230

Kartoffeln                          0,63         0,58                          64                  58

Zuckerrüben                       0,38         0,21                          45                  24

Raps                                     6,0            2,5                          810                350

Ackerbohnen                       2,1             1,1                           210                120

Schweinefleisch                  21             12                         1.500*           1.200*

Milch                                     2,7           1,5                          200*              140*

*) nur C02 (ohne CH4 und N20)

Fazit:

Eine Landwirtschaft, die z. B. auf energieaufwändige, mineralische Stickstoffdünger verzichtet, trägt viel zum Klimaschutz bei.

Zusatznutzen einer klimaschonenden Ernährung für mehr Nachhaltigkeit

• Trinkwasserschutz (keine chemisch-synthetischen Pestizide, keine Stickstoff-Überdüngung)

• weniger Bodenerosion, mehr Artenvielfalt, Erhaltung des Landschaftsbilds

• keine bzw. weniger Rückstände an Nitraten, Pestiziden und Tierarzneimitteln

• mehr sekundäre Pflanzenstoffe, häufig intensiverer Geschmack

• mehr Arbeitsplätze durch hohe Arbeitsintensität, Weiterverarbeitung usw.

• keine Futtermittelimporte aus sog. Entwicklungsländern

 

Fachliche Konzeption:

• Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie, München, Dr. Karl von Koerber und Jürgen Kretschmer, www.bfeoe.de

• Technische Universität München, Wirtschaftslehre des Landbaues, Prof. Dr. Alois Heißenhuber, Fach Nachhaltige Ernährung (in Planung), www.wzw.tum.de/wdl

 

 

 
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